Die heiligen Hallen - das Küchenprojekt

Was mit vielen Stunden an Planung begann, vielen Stunden an Arbeit weiterging, endete doch alles in einem Traum aus Begeisterung, Liebe zum Detail und Lust auf mehr...


So mal mehr oder weniger spontan beschloss ich vor einiger Zeit, unsere Küche zu renovieren. In diesem Beitrag möchte ich dich rückblickend in dieses Projekt einweihen und zu den einzelnen Schritten mitnehmen. Auch die Kosten und Arbeitsstunden versuche ich, so gut, wie es geht zusammenzufassen.


Also los geht's!...

Alles begann eigentlich mit dem Wunsch, die 2farbige Tapete der Wand neben der Küche zu überstreichen. Es handelte sich hier um einen Teil, normaler Wandfarbe und einem Meter Elefantenhaut - was so viel bedeutet, das man die Wand ohne weiteres einfach abwischen kann, sobald mal Schokofinger dran waren. Aber mit den Jahren sah man einfach 'nen mächtigen Übergang und so viele Spuren. Außerdem sind weiße Wände doch einfach was ganz wundervolles!

Ok, nur, wie bekomme ich diese Wand wieder weiß? Einfach so drüber streichen geht ja wohl nicht. Die Farbe könnt ich super einfach wieder abwischen.

Ein Blick nach rechts, und ich sah - die Küche. Ja eigentlich möchte ich die auch gleich mit renovieren. Wenn ich schon einmal am basteln bin, dann aber richtig. Super viele Ideen hatte ich! Ich wusste einfach genau, was ich machen wollte. Da war nur dieses WIE?


Wie so vieles, was meine Projekte betrifft, war der 1. Schritt die Recherche. Ich erkundigte mich über Wandfarben, stöberte Artikel durch, wie man solche Wände behandeln sollte, worauf ich zu achten hätte, usw.

Pinterest war dann ebenso mein ständiger Begleiter. Inspiration für verschiedene Stilrichtungen, die irgendwo wieder meinem Geschmack entsprachen. Auch gab es für mich ein paar wichtige Fakten zu beachten.


ZU BEACHTEN:
- Nachhaltig
- Klimaschonende & gesundheitlich unbedenkliche Farben & Materialien 
- Preislich nicht übertreiben
- second hand

Es hat einfach nur Tage gedauert, bis ich die Verfahren zur Vorverhandlung der Wand raus hatte und die Materialien aufgelistet hatte. Das gleiche galt für die Küchenschränke. Die wollte ich ja auch unbedingt farblich verändern! (Das war das auch absolut größte und aufwendigste an der ganzen Sache!)

Alle Materialien wie, Grundierung, Anlauger & Buntlack, sowie das Holz für die späteren Regale bestellte ich im nächstgelegenen Baumarkt, da diese Geschäfte währenddes Lockdowns geschlossen hatten.



Zufällig gab es noch ein kleines Kontingent eines Amazon- Gutscheins, was ich doch gleich für dieses Monsterprojekt opferte. Meine Bestellung bestand hier aus schwarzen Metall- Wandhalterungen für die künftigen Regale, neuen Metalltürgriffen und einer neuen Mischbatterie. (Maxi wusste auch nicht, von was ich da rede: einen Wasserhahn für die Spüle)


Doch bevor man irgendetwas machen kann, sorgt man für einen sauberen Arbeitsplatz.


Der Zeitplan sah nun folgendermaßen aus:

Freitag nachmittag sollte die Baumarktlieferung ankommen. Alles, was die nächsten Tage nicht in gebrauch kam, wurde ordnungsgemäß in Kisten gepackt und ich habe generell die Chance einmal genutzt, etwas auszumisten.

Als erstes baute ich die Oberschränke ab, mischte den Anlauger an, um damit die Elefantenwand und die Küche abzuschrubben und so von jeglichen Fettfingern, Klebebandresten und sonstigem Gedöns zu befreien, die eine Gefahr für die künftige Farbe sein könnten.

Am selben Abend - man könnte auch Nacht sagen - begann ich, die Küchenschränke zu grundieren.


Die Grundierung sorgt noch einmal für einen extra guten Halt des Buntlacks, der später drauf soll. Dieser muss aber 12 Stunden trocken.


Samstag - Tag Nummer 2

Gleich nach dem Frühstück, rief ich mal mein geliebtes Väterlein an. Der Gute ist nämlich Elektriker und ich wollte einfach nur ein paar Dinge mit ihm abstimmen, da es ein paar Kabel zu verputzen gab, die aus der Wand stierten. Schon als ich 13 Jahre alt war, halt ich meinem Dad, unsere Elektroleitungen zu verlegen und Steckdosen zu installieren. Aber Vorsichtig st besser als Nachsicht.

Es wurde Gips (den ich noch unten im Keller fand) angemischt, der nun alle Löcher andere Unschönheiten ausglich. Auch galt es, die Wände abzukleben, um die Wand in einem schönen Weiß zu streichen. (Die Wandfarbe fand ich auch noch im Keller)


Danach mal eine kleine Yogapause, denn ich hab ja immer meine Yogaklassen am Samstag & Sonntag Vormittag!


Der nächste Schritt sah das Wandstreichen und die 1. Lackschicht für die Küche vor. Da saß ich nun und pinselte so vor mich hin. Ungefähr 5 Stunden? - ich weiß es nicht genau, bei sowas vergesse ich immer die Zeit - war die Wand ein 2. Mal geweißt und die Küche durfte weitere 12 Stunden trocknen.


Sonntag - Tag Nummer 3

Auf hier pinselte ich gleich nach meiner Bowl of Happiness einfach mal drauf los. Der 2. Anstrich für die Küche musste drauf. Ich entschied mich für ein seidenmattes cremweiß, denn ich wollte einen ländlichen Stil in diese Küche bringen. Diesmal ließ ich mir aber ein bisschen mehr Zeit und genoß meine Yogastunde und die Weihnachts- Jazz- Playlist, die ich nebenbei hörte.

Am Nachmittag ging es dann an die Stichsäge (die ich mir von meinem Lieblingsnachbar geliehen hatte). Ich wollte die Regale zuschneiden und färben. Auch hier war die Farbe schon da. Damit strich ich schon einiges hier, zB das Vogelhaus, oder meine Leiter,...

Auch etwas schwarzer Sprühlack zum aufpumpen einer Lampe und des Abtropfgestells kam zum Einsatz.

- Ja, ich mag es gern perfekt, was soll man machen?


Am Abend legte ich noch eine kleine Putzrunde für allgemeine Farbreste ein und beseitigte das allgemeine Chaos.



Montag - Le Finale!

Es ging nach IKEA! - japp, ich sag es genau so NACH Ikea, nicht ZU Ikea, denn für mich ist es ein Land der Wunderlichkeiten. Ich Liebs einfach soooo sehr.

Also, hier stand auf der Einkaufsliste ein Teppich, um das Parket zu schützen, Blumenampeln, Finntorp (das sind diese Stangen, an die man Haken für Kochgeschirr hängen kann), und das ein oder andere kleine Gedöns was schon länger auf meinem Wunschzettel stand und ich second hand einfach nicht bekommen hab.


Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Stopp im Baumarkt. Klarlack - die Abschlussschicht für die Küchenschränke.

Daheim stopfte ich mir schnell was zu futtern in den Mund (ich weiß, das soll man nicht machen, aber ich wollte unbedingt anfangen! Und gar nichts essen, hätt' ich net gepackt.) und begann wieder einmal zu pinseln. Der Klarlack wurde schön und gewissenhaft 2x auf die gesamte Küche aufgetragen.

Ich brachte die Regale an die Wand, denn die Wandhalterung, Mischbatterie, sowie die Türgriffe wurden innerhalb dieses Tages geliefert.

Die Regale hab ich aus Vorsicht auch nochmal mit Klarlack bepinselt - wie gesagt, lieber Vorsicht...

Die Türgriffe waren das Highlight, wie ich fand. Sie machen sooo viel aus! Es war aber auch ein kleiner Kampf, diese ordentlich zu befestigen.


Dann gab es nur noch meine Blumenampeln aufzuhängen, und wieder alles in die Küche zu verfrachten, was die letzten paar Tage daraus verbannt wurde.


Der Teppich gab den Abschluss. Der Mischbatterie widmete ich mich dann am nächsten Tag. Ich war einfach zu müde.

Gegen 21 Uhr, war ich dann soweit. Zufrieden pflanzte ich mich mit einer Schüssel Reis auf die Couch und betrachtete mein Werk.


Nach knapp 3,5 intensiven Tagen kann ich sagen: DAS WERK IST VOLLBRACHT! ich liebe es. Und auch Maxi hat sich vor Freude gar nimmer richtig einbekommen. Den Armen hab ich damit ganz schön überrumpelt. Er dachte, das passiert alles irgendwann nach Weihnachten. Aber Nix da! - So ist die Rese. Anpacken und Machen...


Was die Kosten betrifft sah es auch ganz rosig aus. Es hat nicht Nichts gekostet - das ist klar. Aber ich hab auch kein Vermögen ausgegeben.

Hier mal eine kleine Kostenaufstellung:



PREIS:
Baumarkt: 110 Euro
Ikea:      80 Euro
Amazon:    77 Euro

Für das gesamte Projekt hab ich also knapp 270 Euro bezahlt. Find ich voll ok. Ich hab viel selbstgemacht und einfach Sachen auch wiederverwertet.


Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen! Viel Text, aber es gab ja auch eine Menge zu erzählen.

Lasst doch gern ein paar Fragen oder Kommentare da, ich beantworte sie gern.


PS: Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern...

Bis dahin, Rese

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