Was Brot, Jahreszeiten und Vergessenheit gemeinsam haben


Ein sattes Grün, goldenes Gelb, tomatiges Rot - ein Blick in meinen Einkaufskorb verrät mir: Ja wohl, das ist Natur! Schon der Geruch der frischen Tomate, welche ich in meinen Händen halte, oder die krümmste aller krummen Feldgurken in der Auslage, sind nur wenige Indizien dafür, was für mich heilig ist.

Doch nicht alle haben diesen Blick für's Feine. Sie kennen das einfach nicht oder haben es nie gelernt.


Woher kommt denn die Tomate im Supermarkt?

Wie entsteht ein Brot?

Was steckt alles dahinter?



Ich selbst bin in den Genuss gekommen, im Alter von 14 auf's Land zu ziehen. Ich will nicht übertreiben, also wir haben keine Rinderfarm oder ähnliches. Aber schon der Blick über das große Getreidefeld nebenan, oder die Kuh, die mich mit ihren tröstenden Augen anzwinkert, während ich an ihr vorbei jogge - All das reichte schon, mir die Augen zu öffnen, und hinter die Fassade des Supermarktes mit "alles nur zum halben Preis, 40% Rabatt für Kokosnüsse" oder "essreife Mangos" zu blicken.

(Gut, ein paar Rasenmäher- Schafe und ein eine Hand voll indischen Laufenten zieren bzw. zierten unseren Garten.)


Anders, aber auch irgendwie doch ganz gleich geht es Melanie und Elisabeth. Beide wuchsen als naturverbundene kleine Mädchen auf. Die eine - heute Besitzerin einer Naturbackstube, während die andere mit einem Foodblog und Kochwerkstatt startet.

Was beide verbindet: Die Liebe zur Natur und ihre großen Geschenke an uns.


Früher...

Was unsere Großeltern oder Urgroßeltern noch eine Selbstverständlichkeit war, das hat unsere Generation schon längst vergessen. Oder sogar anders herum - was für sie eine Besonderheit, Arbeit gesehen wurde, die gemacht werden musste, ist für uns heute eine Selbstverständlichkeit.

Oder denkt heute noch irgendjemand (aus unseren Breitengraden) daran, später die Wäsche noch per Hand zu waschen, oder die Kuh erst gemolken werden muss, damit man Milch im Kühlschrank hat? Natürlich nicht.

So geht altes Wissen jedoch verloren. Und die Nähe zur Natur gleich mit.


Regional, Saisonal und die Liebe zur Natur -

Das sind die Grundsätze der beiden Mütter. Und sie lieben es so sehr, das dabei ein ganzes Kochbuch entstand! "Rezepte für eine gute Zeit" - Sie wollen ihr Wissen, das Wissen ihrer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitergeben.


Egal, ob Vegan, Vegetarisch, oder Allesesser - jeder findet in diesem wundervollem Buch etwas für sein Gemüt. (Und man kann ja auch viele Zutaten ersetzen.)

Angefangen beim Nudelnherrstellen, Brot backen, bis hin zu Wohlfühsuppen über Strudel oder das ein oder andere Wildragout.

Meiner Meinung nach darf jeder alles Essen, was er möchte. Aber ein Achtsamer Umgang mit allem - das ist mein springender Punkt. Ich gehöre nicht zu der Sorte, die andere Menschen belehrt, denn jeder sollte selbst nachdenken.

Wenn ich erst weiß, dass das geschmorte Lamm auf meinem Teller von der Wiese meines Nachbarn, oder sogar meiner eigenen kommt, habe ich doch gleich ein ganz anderes Gefühl und Verbindung zu dem, was nun auf meinem Teller liegt.

Und genau das ist die Mission von Melanie und Elisabeth.


Wusstet ihr, dass es bereits Ingwer, Kurkuma, Reis und Soja aus dem Osten von Österreich gibt?


"Wir glauben fest daran, dass Gesundheit, Zufriedenheit und persönliches Glück sehr eng mit der echten natürlichen Lebensmitteln, einem warmen Zuhause und der Besinnung auf die ursprünglichen Lebensgrundsätze verbunden sind."


Daran glaube ich auch.

Alles Liebe, Rese

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