Wertschätzung - Ein Grundbedürfnis des Menschseins

Der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung entstand nicht erst durch Social Media. Es handelt sich hierbei "um ein evolutionsbiologisch bedingtes, grundlegendes Bedürfnis."



Ab dem Alter von drei Jahren, sehen wir uns als eigenständiges Wesen. Wir sind in der Lage, Reaktionen unserer Umwelt einzuordnen. Die Gewinnung von Zuneigung ist uns auch hier schon ein großes Bedürfnis. Neue Verknüpfungen im Gehirn entstehen durch Botenstoffe, die durch positives Feedback ausgelöst werden. Ein gutes Gefühl ist die Folge. So lernen wir schon in jungen Jahren, was akzeptabel ist und was nicht, um Anerkennung zu erlangen.



Anerkennung und Wertschätzung können Freude, Stolz oder auch tiefe Zufriedenheit in uns auslösen.





Doch zischen Anerkennung und Wertschätzung gibt es einen gewaltigen Unterschied.


Wenn uns jemand Anerkennung gibt, hinterlässt dies in uns ein positives Gefühl. Doch dies ist leider nur von kurzer Dauer. Wie eine Art Rausch, erleben wir diese aufkommende positive Energie. Und wir wollen mehr davon. Immer und immer wieder. Deshalb wird Anerkennung auch on mass benötigt.

Jeden Tag posten wir etwas auf Instagram oder Facebook, in der Hoffnung, so viele Likes wie nur möglich zu ergattern. Mit jedem dieser erhobenen Daumen oder roten Herzen, hüpft unser eigenes einmal in die Höhe und freut sich.

Doch all diese vielen Likes bringen nicht wirklich viel, wenn du dir selbst nicht treu bist und selbst anerkennst, was du vollbringst. Denn ohne das du dir selbst Anerkennung schenkst, werden auch diese kleinen vielen Glücksmomente, dir keine Freude bringen.


Wertschätzung hingegen ist eine grundsätzlich positive Grundhaltung anderen Menschen (aber auch anderen Lebewesen) gegenüber. Diese setzt alle Menschen gleich.

Um diese Haltung muss man sich jedoch bemühen, ja - sie sogar erlernen und trainieren. Dieser Weg ist vielleicht nicht leicht, doch am Ende stehst du anderen auf Augenhöhe und auf gleicher Höhe des Herzens und nimmst andere so an und wahr, wie sie sind - das reine SEIN.


Anders als die Reinform, fokussiert sich die subjektive Wertschätzung auf Leistungen, Eigenschaften und Verhaltensweisen. Grundlegend geben wir hier den Maßstab an. - was ist uns selbst wichtig? Wofür bemühen wir uns?

Die Voraussetzung für das Geben von subjektiver Wertschätzung ist das Spiegeln der eigenen Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Werte. Anders herum genauso.

Hat dein Gegenüber ein anderes Werteschema, kannst du dich noch so um seine Anerkennung bemühen. Er wird deinen Wert nicht erkennen.



Auch das hat bei mir sehr lang gedauert, bis ich es verinnerlicht hatte. Manchmal fällt es mir jedoch heute noch sehr schwer, damit umzugehen.


Zu beachten ist auch hier die ganz eigene Grundhaltung. - Das Selbstwertgefühl.

Dieses ist natürlich durch äußere Einflüsse veränderbar. Und auch die Zeit und Umstände spielen hierbei eine große Rolle.

Wir Menschen sind nur Menschen! Wir machen Fehler, aus denen wir lernen. Wir sollten uns auf unsere positiven Seiten fokussieren und nicht die Negativen in den Vordergrund stellen!



Selbstwert ist auch hier die Basis.

Wenn du dich selbst nicht für wertvoll betrachtet, wird es kein anderer tun.


Respekt spielt beim Thema Anerkennung und Wertschätzung aber auch eine bedeutende Rolle. Respekt ist unabhängig vom Selbstwertgefühl.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Anerkennung und Wertschätzung auf der einen Seite und Respektlosigkeit auf der anderen. Diese gilt auch oft als Auslöser für Ängste, denn auch negative Gefühle, wie Angst werden durch Hormone und Botenstoffe im Gehirn verarbeitet.

Durch das Festlegen der eigenen Toleranzgrenze, kannst du dir jedoch Respekt verschaffen!


Also sieh dich!

Respektiere dich!

Erkenne dich!

Der Anfang liegt bei uns selbst. Ist das geschafft, kann ich dies auch anderen geben.




( Meine Inspiration und Grundlage für diesen Post war ein Beitrag der Zeitschrift YOGA aktuell, der letzten Ausgabe des Jahres 2019)

13 Ansichten0 Kommentare
  • Facebook
  • Instagram
  • Facebook
  • Instagram